Große Arbeit 2018

Große Arbeit – Großes Kino

Eine „Große Arbeit" nach Maria Montessori zum Abschluss der Schullaufbahn ist ein besonderer Höhepunkt für die Schüler und Schülerinnen. Das Thema aus den vielfältigsten Bereichen ist frei gewählt und umfasst einen praktischen und einen theoretischen Teil. In der Vorbereitung werden die SchülerInnen von Mentoren aus Handwerk, Wirtschaft, Elternschaft oder Schule betreut. Die Leistung wird von einer Jury gewür-digt und beurkundet, die sich aus Vertretern von Öffentlichkeit, Wirtschaft und Schule zusammensetzt. Die Präsentation findet öffentlich statt.

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So viel zur Theorie. Wie aufregend dann die Präsentation nach monatelanger Vorbereitung ist, lässt sich nicht in Worte fassen.
Die unterschiedlichsten Interessen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zeigten sich am 12. Juli 2018 wieder bei der Präsentation der „Großen Arbeit" in der Turnhalle der Montessori-Schule Deiningen. Für Jana Ueckert, Julian Wüst, Maria Schimpp und Marie Hartmann war es der langersehnte Höhepunkt ihrer schulischen Laufbahn: Die Vorstellung ihrer „Großen Arbeit" vor der Öffentlichkeit. Druck gibt es eigentlich nicht in der Montessori-Pädagogik, die Anspannung an diesem besonderen Tag ist aber unter den Jugendlichen zu spüren.

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Die Arbeiten bestehen aus der praktischen Arbeit sowie aus der Präsentation eines theoretischen Teils, in dem Hintergrundinformationen zu ihren Projekten und interessantes Wissen zum gewählten Thema erläutert werden. Alle Projekte wurden von den Schülerinnen und Schülern selbstständig, mit Unterstützung eines externen Mentors, durchgeführt.

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Die Themenwahl erfolgte nach eigenen Interessen und Wünschen. Hier waren der Kreativität und dem Ideenreichtum der Schüler keine Grenzen gesetzt. Ein ideales Beispiel der Montessori-Pädagogik, die zum einen auf besondere Weise außerschulische Lernorte miteinbezieht. Zum anderen werden die Jugendlichen optimal auf die Arbeits- und Berufswelt vorbereitet, indem die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem und eigenverantwortlichen arbeiten geführt werden.

Folgende „Große Arbeiten" wurden in diesem Jahr vorgestellt:

  • Jana Ueckert: Bau eines Pferde-Springparcours
  • Julian Wüst: Modell der Erdumlaufbahn
  • Maria Schimpp: Kommode für mein Aquarium
  • Marie Hartmann: Ein Kinderkrimi – Schreiben und Gestalten bis zum fertigen Buch

Die Jury, die aus Vertretern der Schulfamilie, Deiningens Bürgermeister Wilhelm Rehklau und Stefan Wieser (Bezirksvorstand VDI Nordschwaben) bestand, begutachtete die schriftlichen und praktischen Ergebnisse. Sie bewertete die Präsentation nach diversen Gesichtspunkten.
Jeder einzelne Schüler meisterte, trotz spürbarer Aufregung, mit Bravour seine Präsentation. Alle Beteiligten stellten fest, dass das Montessori-Konzept mit deren pädagogischen Grundsatz „Hilf mir, es selbst zu tun" Früchte trägt.

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Hervorzuheben ist die authentische Überzeugungskraft, mit der die Jugendlichen ihre Projekte vorstellten, ebenso die Ideenfindung sowie der enorme Einsatz und das Durch-haltevermögen, mit dem auch größere Schwierigkeiten gemeistert wurden.
Hochzufrieden und voller Stolz konnten am Ende der Veranstaltung alle Schüler der Abschlussklasse ihre Urkunden mit entsprechendem Prädikat unter dem Applaus der Gäste entgegennehmen.

Marko Stark / AK Öffentlichkeit